Buchungssystem testen: So nutzt du die 14 Tage richtig
Kimberly Metz ·
Wie teste ich ein Buchungssystem richtig?
Ein Buchungssystem testest du, indem du es zwei Wochen lang wie deinen echten Alltag benutzt: mit einem echten Kurs, echten Teilnehmern und bewusst herbeigeführten Absagen. Woche 1 ist Aufbau, Woche 2 ist Stresstest. Am Ende zählt eine einzige Frage: Hast du in den zwei Wochen weniger Zeit mit Verwaltung verbracht als vorher?
Viele Kursanbieter testen ein Buchungssystem, indem sie sich einmal durchklicken und dann doch wieder bei WhatsApp landen. Sie legen einen Kurs mit dem Namen „Test“ an, tragen sich selbst ein, finden es ganz nett und lassen den Zugang auslaufen. Zwei Wochen später ist alles wie vorher. Das liegt selten am System. Es liegt daran, dass eine Produktvorführung etwas anderes ist als ein Alltag.
Diese Prüfliste funktioniert für jedes System, nicht nur für kursifant. Sie zeigt dir, worauf es in Woche 1 und Woche 2 wirklich ankommt.
Woche 1 · Aufbau
- 1 Einen echten Kurs anlegen, keinen „Test“-Kurs
- 2 Echte Fristen und echte Platzzahl eintragen
- 3 Zwei, drei echte Menschen buchen lassen
- 4 Dich selbst als Teilnehmer vom Handy aus buchen
- 5 Einmal in der Frist stornieren, einmal knapp danach
Woche 2 · Stresstest
- 6 Kurs voll machen und jemanden auf die Warteliste setzen
- 7 Kurzfristig absagen und prüfen, ob jemand nachrückt
- 8 Erinnerungen abwarten: kommen sie wirklich?
- 9 Guthaben aufbrauchen und schauen, was passiert
- 10 Zählen, wie oft trotzdem eine WhatsApp kam
Woche 1: Ein echter Kurs, kein Test-Kurs
In den ersten Tagen legen die meisten Kursanbieter einen Kurs mit dem Namen „Test“ an, klicken sich einmal durch und sind zufrieden. Das zeigt dir wenig. Leg stattdessen einen deiner echten Kurse an, mit den echten Terminen, der echten Teilnehmerzahl und deinen echten An- und Abmeldefristen. Bei kursifant führt dich die Anleitung Erste Schritte in ein paar Minuten durch genau diesen Aufbau.
Trag dann Teilnehmer ein, wie du es sonst auch tust. Bitte zwei, drei echte Menschen um eine Anmeldung zum ersten Termin, eine Kollegin, ein Familienmitglied, eine treue Teilnehmerin. Ein System, das mit null Buchungen glänzt, verhält sich oft anders, sobald die erste Absage und die erste Wartelisten-Situation eintreten.
Manu Popp vom TSV Burgfarrnbach hatte vor kursifant Doodle ausprobiert und rät heute genau das:
"Nachdem ich vorher Doodle ausprobiert hatte, hat sich durch kursifant für mich weniger Arbeit und eine bessere Übersicht ergeben. Einfach ausprobieren!"
Manu Popp
TSV Burgfarrnbach
Woche 1: Buch dich selbst wie ein Teilnehmer
Wechsle die Perspektive. Leg dir mit einer zweiten E-Mail-Adresse einen Teilnehmer-Account an und buch dich selbst zu einem Termin, am besten vom Handy aus, so wie deine Kunden es tun würden. 22:30 Uhr im Bett ist für viele Teilnehmer die Uhrzeit, zu der sie kurzfristig ab- oder zusagen. Genau dann sollte die Buchung genauso reibungslos laufen wie um 14 Uhr am Schreibtisch.
Storniere die Buchung wieder, einmal innerhalb der Frist und einmal knapp danach. So siehst du, ob deine eingestellten Regeln greifen und ob die Fehlermeldung nach Fristablauf verständlich ist. Was dir als Admin logisch erscheint, ist für jemanden, der zum ersten Mal bucht, oft nicht selbsterklärend. Wie du An- und Abmeldeschlüsse bei kursifant einstellst, steht in der Hilfe.
Giusi Iennarella von Workout by Giusi hat vorher mit Teilnehmerliste im Studio und WhatsApp organisiert. Ihr Fazit nach dem Umstieg:
"Durch kursifant ist es viel entspannter für mich, da die Teilnehmer sich selbst an- und abmelden können. Das System ist einfach zu bedienen."
Giusi Iennarella
Workout by Giusi
Woche 2: Provoziere den Ausfall bewusst
Die Ruhe in Woche 1 sagt wenig aus. Interessant wird es, wenn etwas schiefgeht, und genau das solltest du in Woche 2 selbst herbeiführen. Melde einen Termin kurzfristig ab, bei dem der Kurs voll ist und jemand auf der Warteliste steht. Prüfe, ob die nächste Person wirklich automatisch nachrückt und benachrichtigt wird, ohne dass du eingreifen musst. Warum genau dieser Moment über leere Plätze entscheidet, steht im Artikel zur Warteliste gegen No-Shows.
Prüfe außerdem, ob Erinnerungen tatsächlich automatisch verschickt werden und nicht nur in der Produktbeschreibung stehen. Schau dir an, was passiert, wenn ein Guthaben aufgebraucht ist. Diese Randfälle entscheiden später über deinen Alltag, nicht die Fälle, die ohnehin nie Probleme machen.
Christina von Yogazeitfürdich beschreibt, was sie im Alltag am meisten schätzt, und das merkst du erst, wenn du im Test wirklich etwas änderst:
"Meine Lieblingsmomente sind, wenn ich Kurse ganz einfach ändern oder bearbeiten kann, alles geht wesentlich schneller. Ich rate Skeptikern: Probiere es aus und du wirst überzeugt sein!"
Christina
Yogazeitfürdich
Nach 14 Tagen: Was du wirklich vergleichst
Am Ende der Testphase zählt eine einzige Zahl: wie viel Zeit du in den zwei Wochen tatsächlich mit Verwaltung verbracht hast. Eine Capterra-Studie hat nachgemessen: Kleine Unternehmen verbringen im Schnitt 23 Prozent ihrer Arbeitszeit mit manueller Verwaltung. Verkleinert sich dieser Anteil in deinem Test nicht spürbar, hat dir das System nicht geholfen, egal wie lang die Funktionsliste ist.
Frag dich außerdem, ob deine Teilnehmer sich wirklich selbst geholfen haben oder ob am Ende doch wieder eine WhatsApp-Nachricht bei dir gelandet ist. Falls ja, liegt das oft nicht am System, sondern daran, wie du es eingeführt hast. Die vier Stellschrauben dafür stehen im Artikel Buchungstool einführen: So buchen Teilnehmer wirklich selbst.
Und schau dir den Preis für genau das an, was du in den zwei Wochen genutzt hast, nicht für das, was theoretisch alles möglich wäre. Welche Funktionen du dabei wirklich brauchst und welche nicht, habe ich im Beitrag Welche Funktionen braucht ein Buchungssystem für Kurse? sortiert.
Drei Fragen am Tag 14
Zeit
Wie viele Minuten Verwaltung waren es diese zwei Wochen, im Vergleich zu vorher?
Wie viele Buchungsanfragen kamen trotzdem noch per Nachricht?
Preis
Was kostet genau das, was du genutzt hast? Nicht die Featureliste.
So läuft der Test bei kursifant
Bei kursifant hast du 14 Tage mit allen Funktionen. Danach läuft kein Abo automatisch weiter, du entscheidest am Ende aktiv, ob du weitermachst. Eine Kreditkarte brauchst du zum Testen nicht.
- Zugang anlegen und den ersten echten Kurs eintragen. Die Erste-Schritte-Anleitung zeigt jeden Klick.
- Warteliste aktivieren und die Platzzahl bewusst klein halten, damit du in Woche 2 den Nachrück-Fall erlebst.
- Den Kurse-Link an zwei, drei Menschen schicken und sie buchen lassen.
- In Woche 2 stornieren, abwarten, zählen.
Wenn du unterwegs hängst, schreib mir. Du landest bei mir persönlich, nicht in einem Ticketsystem, und das gehört zum Test dazu: Du merkst in zwei Wochen, wie sich der Support anfühlt.
Michaela von Tanzen und Yoga ist genau so gestartet und hat seitdem nicht aufgehört, Neues zu finden:
"Ich kann spontan Anpassungen vornehmen, wie zum Beispiel die Mindestteilnahmezahl zu ändern, und entdecke immer wieder neue Funktionen."
Michaela
Tanzen und Yoga
Zum Schluss
Eine Testphase ist nur so gut wie die Belastung, die du ihr zumutest. Zwei Wochen mit einem echten Kurs, echten Teilnehmern und bewusst provozierten Ausfällen zeigen dir mehr als jede Featureliste. Plane Woche 1 für den Aufbau und Woche 2 für den Stresstest, dann triffst du die Entscheidung mit echten Erfahrungen statt mit einem ersten Eindruck.
Häufige Fragen
Reichen 14 Tage überhaupt, um ein Buchungssystem zu beurteilen?
Ja, wenn du sie wie deinen Alltag nutzt. Ein echter Kurs mit zwei Terminen, ein paar echten Buchungen und einer provozierten Absage zeigt dir alles, was später zählt. Wer nur durchklickt, bräuchte auch mit drei Monaten keine Entscheidungsgrundlage.
Soll ich meine Teilnehmer schon in der Testphase einbinden?
Zwei, drei ausgewählte Leute, ja. Die ganze Gruppe erst, wenn du dich entschieden hast. Sonst erklärst du im Zweifel zweimal einen Umstieg.
Was, wenn ich in der Testphase etwas falsch einstelle?
Nichts Schlimmes. Der Testzugang ist dein echter Zugang, alles bleibt erhalten und lässt sich ändern. Wenn du hängst, schreib mir, bevor du eine Stunde suchst.
Muss ich nach den 14 Tagen kündigen?
Bei kursifant nein. Der Test endet von selbst, ein Abo startet erst, wenn du es aktiv abschließt. Bei anderen Anbietern lohnt sich vor dem Test ein Blick in die Bedingungen.
Kann ich in der Testphase schon Onlinezahlung ausprobieren?
Ja. Du kannst Mollie anbinden und pro Kurs entscheiden, ob online gezahlt wird. Für den Test reicht es aber, erst einmal Buchung, Warteliste und Erinnerungen zu prüfen.
Bereit für Woche 1? Teste kursifant 14 Tage kostenlos, ohne Kreditkarte und ohne automatisches Abo. Was danach kostet, steht offen in der Preisübersicht. Alle Funktionen, die du im Test prüfen kannst, findest du auf der Funktionsseite.